Die Windows-11-Suche indiziert automatisch die am häufigsten verwendeten Ordner


Die Windows 11-Suche erhält eine neue automatische Indizierungsfunktion, die lernt, welche Ordner für Benutzer relevant sind, und das Auffinden ihrer Dateien erleichtert.

Microsoft führt eine Option namens „Automatisch weitere relevante Speicherorte finden“ ein, die in Windows 11 Build 26300.9032 aufgetaucht ist.

Die Funktion überwacht die kürzliche Dateiaktivität und häufig besuchte Speicherorte, um Ordner zu identifizieren, auf die Benutzer regelmäßig zugreifen. Windows kann diese Ordner dann automatisch zu seinem Suchindex hinzufügen.

Sobald sie indiziert sind, können Dateien in diesen Speicherorten basierend auf ihren Namen, Eigenschaften und Inhalten in den Windows-Suchergebnissen angezeigt werden.

Die Windows-Suche kann Dateien außerhalb gängiger Ordner übersehen

Die Windows-Suche findet Dateien im Allgemeinen nur dann, wenn deren Speicherorte zum Suchindex gehören.

Standardmäßig konzentriert sich Windows auf gängige Speicherorte wie Desktop, Dokumente, Bilder und andere Standard-Benutzerordner. An anderen Orten gespeicherte Dateien werden möglicherweise nicht in den Ergebnissen angezeigt, selbst wenn Benutzer nach ihren genauen Namen suchen.

Benutzer können Ordner manuell zum Index hinzufügen, aber das setzt voraus, dass sie wissen, welche Speicherorte die Windows-Suche derzeit ausschließt.

Windows 11 bietet außerdem den Erweiterten Indizierungsmodus, der alle Ordner und Laufwerke auf dem Gerät durchsucht. Der erweiterte Modus kann jedoch mehr Akku, Rechenleistung und Speicher verbrauchen. Er kann außerdem Ergebnisse aus Ordnern anzeigen, die Benutzer selten benötigen.

Windows wählt relevante Ordner basierend auf der Aktivität aus

Die neue Option soll eine breitere Suchabdeckung bieten, ohne das gesamte Gerät zu indizieren.

Windows wird die Dateiaktivität und häufig aufgerufene Speicherorte analysieren, um zu bestimmen, welche Verzeichnisse durchsuchbar werden sollen. Dadurch entfällt für Benutzer die Notwendigkeit, jeden Ordner manuell zu konfigurieren.

Microsoft wird Benutzern außerdem erlauben, Ordner auszuschließen, die Windows fälschlicherweise hinzufügt. Dies sollte Benutzern die Kontrolle über sensible, temporäre oder unnötige Verzeichnisse geben, während die automatische Indizierung aktiviert bleibt.

Die Funktion könnte einen Mittelweg zwischen dem begrenzten Standardindex und dem ressourcenintensiveren Erweiterten Modus bieten.

Automatische Indizierung könnte die Ressourcennutzung erhöhen

Das automatische Hinzufügen von Ordnern zum Suchindex kann dennoch einige Nachteile mit sich bringen.

Große Ordner könnten die Größe des Windows-Suchcaches erhöhen. Der Indizierungsprozess könnte außerdem zusätzliche CPU-, Speicher- und Akkuressourcen beanspruchen, während Windows neu hinzugefügte Dateien verarbeitet.

Benutzer, die regelmäßig mit großen Projektverzeichnissen, Archiven oder Medienbibliotheken arbeiten, könnten vorübergehende Zunahmen der Systemaktivität bemerken.

Der Suchindex kann im Laufe der Zeit ebenfalls Probleme entwickeln. Benutzer müssen ihn möglicherweise gelegentlich löschen oder neu erstellen, wenn die Suchergebnisse unvollständig, veraltet oder ungenau werden.

Die automatische Ordnerauswahl ist Teil eines umfassenderen Bestrebens, die Suche in ganz Windows 11 zu verbessern.

Microsoft hat bereits damit begonnen, die Windows 11-Suche schneller und weniger aufdringlich zu gestalten. Die Suche kann Apps jetzt auch dann finden, wenn Benutzer deren Namen falsch schreiben.

Das Unternehmen hat außerdem weitere Verbesserungen für Windows 11 in diesem Herbst versprochen.

Microsoft hat noch nicht bestätigt, wann die automatische Ordnerindizierung in stabilen Windows 11-Builds verfügbar sein wird. Die Option ist derzeit Teil experimenteller Tests und könnte sich vor ihrer breiteren Veröffentlichung noch ändern.

Via Windows Latest

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