Google sagt, dass Gemini nicht auf privaten Dokumenten trainiert, nach Behauptungen über ein Leak von unveröffentlichten Spielinhalten
Ein Indie-Entwickler hat eine neue Datenschutzdebatte rund um Googles KI-Assistenten ausgelöst. Die unerwartete Entdeckung betrifft unveröffentlichte Spielinhalte, die nie öffentlich angekündigt wurden. Google sagt jedoch, dass seine KI nicht mit privaten Google Docs trainiert wurde.
Die Behauptungen stammen vom Klub Kofta Studio, dem Solo-Entwickler hinter Operation Octo. Laut einem Reddit-Beitrag stellte ein Spieler Googles KI-Suche beiläufig Fragen zum Spiel. Während mehrere Antworten daneben lagen, waren andere überraschend genau.
Ein unveröffentlichter Charaktername sorgte für hochgezogene Augenbrauen
Die größte Überraschung kam, als Gemini Berichten zufolge „Vantage Tripod“ identifizierte, einen unveröffentlichten Charakter, der laut dem Entwickler nur in einem privaten Planungsdokument in Google Docs existierte.
Klub Kofta Studio gibt an, dass der Name weder in Spieldateien gespeichert, bei Steam hochgeladen noch irgendwo öffentlich geteilt wurde. Der Spieler soll Gemini zudem über eine Inkognito-Browsersitzung genutzt haben.
Der Entwickler behauptete weiter, Gemini habe zusätzliche, unveröffentlichte Spielmechaniken erwähnt, die erst in jüngsten internen Entwicklungsnotizen auftauchten.
Google erklärt, dass private Docs nicht für KI-Training genutzt werden
Google hat die Vermutung zurückgewiesen, dass Gemini mit privaten Workspace-Dateien trainiert wird. In einer gegenüber Polygon abgegebenen Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass private Google-Docs- und Drive-Dateien nicht gescannt werden, um die grundlegenden KI-Modelle zu trainieren.
Google erläuterte, dass Gemini nur dann auf Workspace-Dateien zugreift, wenn Nutzer dies ausdrücklich anfordern. Das Unternehmen betonte außerdem, dass Nutzer die Freigabeeinstellungen für Dokumente kontrollieren und dass öffentlich geteilte Dateien dennoch von Suchmaschinen indexiert werden können.
Folgendes erklärte ein Google-Vertreter laut der Nachrichtenseite genau:
- Google scannt Ihre privaten Workspace-Inhalte (dazu gehören Drive und Docs) nicht, um unsere grundlegenden KI-Modelle (einschließlich Gemini) zu trainieren.
- Links zu öffentlich freigegebenen Docs können indexiert werden, wenn sie irgendwo öffentlich gepostet wurden, wo sie von Suchmaschinen-Crawlern gesehen werden können.
- Nutzer haben die volle Kontrolle über ihre Freigabeeinstellungen für Drive-Inhalte (wie Docs) – siehe diese Ressource für Details zur Anpassung.
- Weitere Details zur Funktionsweise dieser Datenschutzeinstellungen finden Sie hier.
Allerdings gibt es noch keine bestätigte Erklärung dafür, wie Gemini die unveröffentlichten Informationen generieren konnte. Ob dies auf eine andere Quelle, versehentliche Offenlegung oder einen ungewöhnlichen Zufall zurückzuführen ist, bleibt unklar.
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