CISA bestätigt, dass SharePoint-Schwachstelle in Ransomware-Angriffen genutzt wird
CISA hat bestätigt, dass eine als CVE-2026-45659 verfolgte Microsoft-SharePoint-Schwachstelle nun bei Ransomware-Angriffen ausgenutzt wird.
Letzten Monat warnte die CISA, dass eine neue SharePoint-Schwachstelle ausgenutzt wird. Die Behörde hat nun die als hochriskant eingestufte Sicherheitslücke mit Ransomware-Kampagnen in Verbindung gebracht, die auf anfällige SharePoint-Server abzielen.
Die als CVE-2026-45659 verfolgte Schwachstelle wird seit Anfang Juli als aktiv ausgenutzt betrachtet. Sie war auch eine der drei neu auftretenden SharePoint-Sicherheitslücken, auf die die CISA zuvor hingewiesen hatte.
CVE-2026-45659 kann Remotecodeausführung ermöglichen
CVE-2026-45659 betrifft ungepatchte SharePoint Enterprise Server 2016, SharePoint Server 2019 und SharePoint Server Subscription Edition.
Die Schwachstelle resultiert aus unsicherer Deserialisierung und kann es Angreifern mit geringen Rechten ermöglichen, beliebigen Code auf betroffenen Servern auszuführen.
Microsoft hat die Ausnutzung zuvor als relativ gering komplex beschrieben und gab an, dass Angreifer nur geringe Vorkenntnisse über das Zielsystem benötigen.
CISA hat Bundesbehörden angewiesen, die Schwachstelle zu beheben
CISA hat CVE-2026-45659 am 1. Juli in ihren Katalog bekannter ausgenutzter Sicherheitslücken (Known Exploited Vulnerabilities Catalog) aufgenommen und den Behörden des Federal Civilian Executive Branch drei Tage Zeit gegeben, um betroffene SharePoint-Server abzusichern.
Die Behörde warnte, dass Sicherheitslücken dieser Art häufig böswillige Akteure anziehen und ein erhebliches Risiko für Bundesorganisationen darstellen.
Später riet die CISA Organisationen, die neuesten Sicherheitsupdates von Microsoft zu installieren, zu überprüfen, ob die Patches erfolgreich angewendet wurden, SharePoint-Server auf Anzeichen einer Kompromittierung zu überwachen und Verzögerungen beim Patchen zu reduzieren.
Berichten zufolge bleiben Hunderte von SharePoint-Servern weiterhin verwundbar
Mehr als 200 SharePoint-Systeme sind Berichten zufolge weiterhin nicht gegen CVE-2026-45659 gepatcht, wodurch sie potenziellen Angriffen ausgesetzt sind.
Microsoft hat seine eigene CVE-Meldung noch nicht aktualisiert, um die Schwachstelle offiziell als in freier Wildbahn ausgenutzt zu kennzeichnen.
Währenddessen, in anderen Sicherheitsnachrichten, Microsoft warnt vor der neuen StormEncryptor-Ransomware.
Via BleepingComputer
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