Microsoft warnt Exchange-Online-Administratoren erneut vor dem Beginn der EWS-Einstellung
Microsoft hat Exchange-Online-Administratoren im Vorfeld einer wichtigen Änderung an Exchange Web Services erneut gewarnt. Die erste Warnung erfolgte 2023, allerdings hat das Unternehmen Administratoren auch bereits Anfang dieses Jahres davor gewarnt. Falls Sie es noch nicht wissen: Die Abschaltung von EWS beginnt am 1. Oktober 2026, und Microsoft hat eine neue Einstellung EWSAllowedAppIDs eingeführt, mit der Organisationen steuern können, welche Anwendungen den Dienst weiterhin nutzen dürfen.
Abschaltung des EWS-Zugriffs in Exchange Online beginnt am 1. Oktober
Microsoft bereitet Kunden seit mehreren Jahren auf die Abschaltung von EWS vor, aber die nächste Phase steht nun kurz bevor. Ab dem 1. Oktober beginnt Exchange Online damit, die Abschaltung durchzusetzen; die vollständige Abschaltung von EWS soll bis zum 1. April 2027 abgeschlossen sein.
Die Warnung ist hilfreich für Organisationen, die noch Anwendungen oder Dienste nutzen, die von EWS abhängen. Laut Microsoft bietet EWSAllowedAppIDs eine Zulassungsliste auf Mandantenebene, in der Administratoren die App-IDs angeben können, die während der Übergangsphase weiterhin Zugriff auf EWS haben sollen.
Die wichtige Änderung betrifft das Verhalten von EWSEnabled, sobald die Durchsetzung beginnt. Laut Microsoft lässt die Konfiguration EWSEnabled=True vor Oktober ohne Zulassungsliste EWS-Datenverkehr zu. Ab Oktober gewährt diese Konfiguration keinen uneingeschränkten Zugriff mehr. Zugelassene Anwendungen müssen über die App-ID-Zulassungsliste identifiziert werden. In einer Admin-Center-Meldung bestätigte Microsoft, dass Administratoren bei aktiviertem EWSEnabled über EWSAllowedAppIDs festlegen können, welche App-IDs auf EWS zugreifen dürfen.
Administratoren müssen jetzt ihre EWS-Abhängigkeiten prüfen
Microsoft empfiehlt, dass Organisationen zunächst Anwendungen identifizieren, die EWS noch verwenden, und anschließend eine Zulassungsliste erstellen und validieren, die die Anwendungen enthält, die weiterhin Zugriff benötigen. Das Unternehmen gibt an, dass es bis zu 24 Stunden dauern kann, bis Änderungen an der EWSAllowedAppIDs-Konfiguration wirksam werden. Administratoren sollten diese Arbeit daher nicht bis zur letzten Minute aufschieben.
Microsoft hat im September außerdem zusätzliche Hinweise veröffentlicht, in denen Administratoren ausdrücklich dazu aufgefordert werden, die Kontrolle über ihre EWSAllowedAppIDs-Konfiguration zu übernehmen, bevor die Zugriffsänderungen beginnen. Für Organisationen, die bereits EWSEnabled=True und eine App-ID-Zulassungsliste konfiguriert haben, wird die Einstellung laut Microsoft vor April 2027 nicht geändert.
Vorerst sollten Exchange-Online-Administratoren ihre EWS-Nutzung erfassen, Anwendungen identifizieren, die noch davon abhängen, und sicherstellen, dass die erforderlichen App-IDs vor dem 1. Oktober enthalten sind.
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