Microsoft zieht den Copilot-Domain-Ausschluss nach dem Start zurück
Microsoft hat „Domain Exclusion“ zurückgezogen, eine kürzlich eingeführte Funktion von Microsoft 365 Copilot, die IT-Administratoren mehr Kontrolle über Web-Grounding-Quellen gab.
Das Unternehmen begann in der vergangenen Woche mit der Auslieferung der Funktion, hat den Rollout nun jedoch gestoppt und den Zugriff für Organisationen wieder entfernt, die sie bereits erhalten hatten.
Domain Exclusion blockierte unerwünschte Copilot-Quellen
Domain Exclusion ermöglichte es Administratoren, zu verhindern, dass Microsoft 365 Copilot bei der Erstellung geerdeter Antworten auf ausgewählte externe Websites verweist.
Administratoren konnten bis zu 1.000 Domains blockieren, mussten die Liste jedoch über ein PowerShell-Skript konfigurieren. Microsoft positionierte die Funktion als Möglichkeit, das Risiko zu verringern, dass Copilot Informationen von unerwünschten oder nicht vertrauenswürdigen Websites verwendet.
Das Tool hätte Organisationen dabei helfen können, fragwürdige Quellen einzuschränken und strengere Informationsrichtlinien in Microsoft 365 Copilot durchzusetzen.
Microsoft macht Rollout rückgängig
Microsoft hat Domain Exclusion nun zurückgerollt, kurz nachdem die Auslieferung begonnen hatte.
Durch die Rücknahme wird verhindert, dass die Funktion weitere Kunden erreicht. Organisationen, die bereits Zugriff erhalten hatten, verlieren die Funktion ebenfalls.
Microsoft hat nicht erklärt, warum das Unternehmen die Funktion zurückgezogen hat. Es hieß, man prüfe die nächsten Schritte und werde später weitere Informationen mitteilen.
Die Entfernung der Funktion, nachdem die Bereitstellung bereits begonnen hatte, deutet darauf hin, dass Microsoft auf ein Problem gestoßen sein könnte, das mehr als ein kleines Update erforderte.
Administratoren stellten das Ausschlussmodell infrage
Einige IT-Administratoren hatten den Ansatz von Microsoft bereits kritisiert. Eine Positivliste könnte eine praktikablere Option sein, da Organisationen vertrauenswürdige Quellen genehmigen könnten, anstatt jede Domain identifizieren zu müssen, die Copilot meiden soll.
Die Pflege einer Negativliste könnte für Administratoren einen erheblichen Arbeitsaufwand bedeuten. Die Begrenzung auf 1.000 Domains könnte sich angesichts der Vielzahl unzuverlässiger, unerwünschter oder irrelevanter Websites im Internet ebenfalls als einschränkend erweisen.
Die Rücknahme erfolgt nach weiteren Beschwerden über den Umgang von Microsoft mit Änderungen an Unternehmenssoftware. Administratoren kritisierten kürzlich, dass das Unternehmen OneDrive Photos auf Unternehmens-PCs pusht, ohne vorherige Ankündigung, obwohl die App persönliche Microsoft-Konten und nicht Entra-Arbeitskonten unterstützt.
Domain Exclusion könnte in anderer Form zurückkehren
Microsoft hat noch nicht bestätigt, ob Domain Exclusion zu Microsoft 365 Copilot zurückkehren wird.
Das Feedback der Kunden deutet darauf hin, dass das Unternehmen die Funktion möglicherweise neu gestalten, die Begrenzung auf 1.000 Domains überdenken oder eine Positivlisten-Option bereitstellen muss, bevor der Rollout neu gestartet wird.
Die Entscheidung fällt zu einem Zeitpunkt, an dem Microsoft Copilot weiter auf seine Produkte ausweitet. Das Unternehmen bestätigte kürzlich Pläne, Copilot in eine Super-App zu verwandeln, und bringt Copilot auch in das klassische Outlook.
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