Google erweitert stillschweigend Chromes On-device-AI-Help-Seite um eine Anforderung von 20 GB freiem Speicherplatz
Die überarbeitete Hilfe-Dokumentation von Chrome erklärt jetzt, welche Geräte geräteinterne KI-Modelle herunterladen können, welche Voraussetzungen diese Downloads erfordern und wie Nutzer sie über die On-device AI-Einstellung verwalten können.
Laut der Dokumentation lädt Chrome geräteinterne KI-Modelle nur herunter, wenn ein Gerät mehrere Bedingungen erfüllt, darunter eine nicht getaktete Netzwerkverbindung, 20 GB freier Speicherplatz (ungefähr) und ausreichende Geräteleistung. Google weist außerdem darauf hin, dass sich diese Anforderungen „im Laufe der Zeit ändern können“.
Beim Vergleich archivierter Momentaufnahmen der Hilfeseite stellten wir fest, dass Google diese Details in der Version vom 1. August hinzugefügt hat. Der Snapshot vom 29. Juli enthielt die neuen Abschnitte zu „Eligibility for on-device AI“, „Download requirements“, „Multiple users and devices“ und „Enterprise considerations“ nicht.


Der neue Abschnitt „Eligibility for on-device AI“ besagt, dass Chrome diese Funktion nicht auf jedem Gerät anbietet:
„Diese Einstellung und die geräteinterne KI-Funktionen sind nicht auf allen Geräten verfügbar. Chrome lädt die Modelle nur herunter, wenn Ihr Gerät über die unterstützten Hardwarefähigkeiten verfügt. Wenn Ihr Gerät nicht unterstützt wird, werden die Modelle nicht heruntergeladen.“
In der überarbeiteten Dokumentation heißt es außerdem, dass Chrome geräteinterne KI-Modelle „nur auf geeigneten Geräten“ herunterlädt, und es wird eine weitere Klarstellung dazu hinzugefügt, wann Chrome sie herunterlädt.

Die Dokumentation erklärt weiter, wie Nutzer heruntergeladene KI-Modelle über die integrierte On-device AI-Einstellung von Chrome verwalten können, anstatt Modelldateien manuell zu löschen.
„Dieser Schalter in den Chrome-Einstellungen ist die einzige unterstützte Methode zum Verwalten von generativen KI-Modellen. Der Versuch, Modelldateien manuell oder auf andere Weise zu finden und zu löschen, wird nicht empfohlen und kann zukünftige, von dieser Einstellung gesteuerte Downloads möglicherweise nicht verhindern.“
Die Anleitung erklärt auch, was passiert, nachdem Nutzer die Einstellung ausschalten. Chrome löscht die heruntergeladenen KI-Modelldateien, deaktiviert Funktionen, die auf ihnen basieren, und lädt die Modelle erst dann wieder herunter, wenn die Nutzer die Einstellung wieder einschalten.
Wenn Nutzer die Einstellung wieder einschalten, überprüft Chrome, ob das Gerät die dokumentierten Anforderungen erfüllt, bevor die erforderlichen KI-Modelle erneut heruntergeladen werden.
Die Dokumentation weist auch darauf hin, dass die On-device AI-Einstellung pro Nutzer und pro Gerät funktioniert, während die Chrome Enterprise Policy die Downloads und die Nutzung in verwalteten Umgebungen regelt.
Die erweiterte Anleitung erscheint Monate, nachdem die Hintergrund-Downloads von geräteinternen KI-Modellen in Chrome die Aufmerksamkeit von Nutzern erregt hatten, die sich Sorgen über Speicherplatzverbrauch und Bandbreitennutzung machten. Chrome verwendet Gemini Nano, ein geräteinternes KI-Modell mit einer Größe von etwa 4 GB, um mehrere KI-Funktionen zu betreiben.
Obwohl Google die Dokumentationsänderungen nicht mit diesen Diskussionen in Verbindung gebracht hat, erklärt die überarbeitete Hilfeseite nun, wann Chrome KI-Modelle herunterlädt, welche Anforderungen Geräte erfüllen müssen und wie Nutzer künftige Downloads über die On-device AI-Einstellung verwalten können.
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