Brave Browser erschwert GPU-Fingerprinting mit neuen Datenschutzfunktionen


Brave hat angekündigt, dass der Browser mit Version 1.93 nun detaillierte GPU-Informationen maskiert, die über WebGL und WebGPU offengelegt werden. Die Schutzfunktionen sind standardmäßig auf Desktop und Android aktiviert. Laut Brave erfolgt die Einführung schrittweise in den nächsten Tagen.

Brave kappt ein weiteres Fingerprinting-Signal

WebGL und WebGPU helfen Websites, beschleunigte Grafiken und interaktive Erlebnisse bereitzustellen. Sie können jedoch auch Informationen über Grafikhardware, Treiber und unterstützte Funktionen preisgeben. Tracker können diese Details mit anderen Signalen kombinieren, um einen Browser-Fingerabdruck zu erstellen.

Brave gibt an, bei einem kleinen Web-Crawl viele Websites gefunden zu haben, die diese Grafik-APIs hauptsächlich für Fingerprinting nutzen. GPU-Informationen können besonders nützlich sein, da Nutzer ihre Grafikhardware selten ändern. Dadurch können diese Signale über lange Zeiträume hinweg potenziell stabil bleiben.

Der Browser ersetzt nun die WebGL-Anbieter- und Renderer-Strings durch einen generischen Wert. Außerdem entfernt Brave WebGPU-Adapterdetails und randomisiert die WebGL-Erweiterungslisten. Diese Änderungen sollen es Trackern erschweren, aus der Grafikhardware zuverlässige Kennungen zu erstellen.

Brave möchte stärkeren Datenschutz, ohne Websites zu beeinträchtigen

Das Unternehmen hat diese Schutzfunktionen über seine Nightly- und Beta-Kanäle getestet, bevor es mit der breiteren Einführung begann. Laut Brave zielt der Ansatz darauf ab, die Funktionalität von Websites zu erhalten und gleichzeitig die für Tracker verfügbaren Informationen zu reduzieren.

Falls eine Website doch nicht mehr funktioniert, können Nutzer die Grafikschutzfunktionen für diese bestimmte Website deaktivieren. Brave erlaubt es außerdem, den Fingerprinting-Schutz oder Shields vollständig zu deaktivieren. Das Unternehmen gibt an, die Schutzfunktionen anpassen zu können, wenn Kompatibilitätsprobleme auftreten.

Brave belässt es nicht bei den aktuellen Änderungen. Das Unternehmen plant, die unterstützten WebGPU-Erweiterungen in einem künftigen Update zu randomisieren. Außerdem können Nutzer ihre offengelegten Grafikinformationen über das Tool Cover Your Tracks der EFF überprüfen.

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