Microsoft-Umsatz erreicht 90 Milliarden Dollar bei beschleunigtem KI-Wachstum
Microsoft meldete einen Umsatz von 90 Milliarden Dollar für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026, angetrieben durch anhaltendes Wachstum in seinen Cloud- und KI-Geschäften.
Laut Microsofts aktuellen Finanzergebnissen stieg der Quartalsumsatz im Jahresvergleich um 18 %. Das operative Ergebnis legte ebenfalls um 18 % auf 40,6 Milliarden Dollar zu, während der Nettogewinn um 31 % auf 35,8 Milliarden Dollar sprang.
Das Unternehmen führte ein weiteres Rekordquartal auf die starke Nachfrage nach Cloud-Infrastruktur, KI-Diensten und Produktivitätstools zurück.
Azure wird zum 100-Milliarden-Dollar-Geschäft
Der Umsatz der Microsoft Cloud erreichte im Quartal 59,3 Milliarden Dollar, was einem jährlichen Anstieg von 27 % entspricht. Der Umsatz der Intelligent Cloud stieg um 32 % auf 39,3 Milliarden Dollar.
Der Umsatz mit Azure und anderen Cloud-Diensten stieg im Quartal um 43 %. Im gesamten Geschäftsjahr wuchs der Azure-Umsatz um 41 % und übertraf erstmals die Marke von 100 Milliarden Dollar.
Die Microsoft Cloud erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2026 mehr als 214 Milliarden Dollar und festigte damit ihre Position als wichtigster Wachstumsmotor des Unternehmens.
Das Unternehmen meldete zudem eine starke Nachfrage nach seinen Enterprise-Datenprodukten. Der Umsatz mit Azure Database for PostgreSQL stieg um 55 %, während Microsoft Fabric die Marke von 40.000 zahlenden Kunden überschritt, ein Plus von über 60 %.
Microsoft Foundry hat jetzt 100.000 Kunden erreicht, und sein Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
Microsoft 365 Copilot überschreitet 30 Millionen bezahlte Lizenzen
Microsoft 365 Copilot hat jetzt mehr als 30 Millionen bezahlte Lizenzen. Die Netto-Neuzugänge an Lizenzen haben sich im Vergleich zum Vorquartal mehr als verdoppelt.
Großunternehmen weiten ihre Copilot-Implementierungen offenbar rasch aus. Die Zahl der Kunden mit mehr als 50.000 Copilot-Lizenzen stieg im Jahresvergleich um mehr als das Siebenfache.
Auch LinkedIn verzeichnete eine stärkere Akzeptanz seiner KI-Produkte. Personalverantwortliche in mehr als 20.000 Unternehmen nutzen jetzt die KI-Tools von LinkedIn, während die Zahl der bezahlten KI-Produkt-Lizenzen im Vergleich zum Vorquartal um 140 % stieg.
GitHub Copilot erreicht 50 Millionen Nutzer
GitHub Copilot ist auf 50 Millionen Nutzer angewachsen, während die gesamte GitHub-Plattform jetzt 225 Millionen Nutzer bedient.
Das Umsatzwachstum von GitHub Copilot lag im Quartalsvergleich bei über 60 %, nachdem auf eine nutzungsbasierte Abrechnung umgestellt wurde.
Der Anstieg deutet darauf hin, dass Microsofts Entwickler-KI-Geschäft weiterhin von Nutzerwachstum und einer höheren Nutzung durch bestehende Kunden profitiert.
Windows- und XBOX-Umsätze sinken
Microsofts Verbrauchergeschäfte lieferten im Quartal gemischte Ergebnisse.
Der Umsatz mit Windows-OEM-Lizenzen und Geräten ging um 7 % zurück, während der Bing- und Werbeumsatz um 10 % zulegte.
Der Umsatz mit XBOX-Inhalten und -Diensten ging um 10 % zurück. Microsoft plant zudem eine XBOX-Preiserhöhung, auch wenn höhere Konsolenpreise die weitreichenderen Hardware- und Lieferprobleme des Unternehmens möglicherweise nicht vollständig beheben.
Die Rückgänge stehen in krassem Gegensatz zur raschen Expansion der Cloud- und KI-Sparten von Microsoft.
Microsoft gibt 41 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur aus
Microsoft gab im Quartal mehr als 41 Milliarden Dollar für Investitionen (Capex) aus, während das Unternehmen weiterhin die Infrastruktur ausbaute, die zur Unterstützung von Azure und KI-Diensten erforderlich ist.
Etwa zwei Drittel der Ausgaben flossen in kurzlebige Vermögenswerte, darunter CPUs und GPUs. Die Investitionsausgaben von Microsoft könnten im Kalenderjahr 2026 etwa 175 Milliarden Dollar erreichen, wobei für das Geschäftsjahr 2027 wieder steigende Ausgaben erwartet werden.
Das Unternehmen eröffnete im Quartal 31 Rechenzentren auf fünf Kontinenten und im gesamten Geschäftsjahr 88.
Microsoft erwartet zudem, dass Cobalt-200-Racks bis Ende Juli in mehr als 25 Rechenzentren in Betrieb sind. Die fortgesetzte Expansion zeigt, dass das Unternehmen trotz der außergewöhnlich hohen Kosten für den Bau und Betrieb von KI-Infrastruktur weiterhin auf den Kapazitätsausbau fokussiert ist.
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