XBOX-Content-Umsatz sinkt um 10 %, während Microsoft umstrukturiert
Microsoft meldete ein weiteres schwieriges Quartal für XBOX, wobei die Spieleumsätze bei Inhalten, Diensten und Hardware zurückgingen, während andere Bereiche des Unternehmens stärkere Ergebnisse erzielten.
Laut dem Finanzbericht von Microsoft für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 (FY26 Q4) sank der Umsatz mit XBOX-Inhalten und -Diensten im letzten Quartal um 10 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Hardware-Umsatz ging ebenfalls um 13 % zurück.
Dieser Hardware-Rückgang erfolgte trotz einer Erholung der Verkäufe von XBOX Series X und Series S im Juni, als die Konsolenverkäufe im Vergleich zum Vormonat Berichten zufolge um 86 % gestiegen sind.
Für das gesamte Geschäftsjahr ging der gesamte XBOX-Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 5 % zurück.
Microsoft meldet stärkeres unternehmensweites Wachstum
Der Rückgang bei XBOX stand im Gegensatz zur breiteren Finanzentwicklung von Microsoft. Das Unternehmen meldete einen Gesamtumsatz von 133,75 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von 31,34 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Microsoft beendete das Geschäftsjahr zudem mit einem Anstieg der KI-Umsätze um 27 %. Das Unternehmen verbuchte einen Gewinn von 3,2 Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit seiner Investition in Anthropic, den Entwickler der Claude-KI-Modelle.
Diese Ergebnisse zeigen, dass Cloud Computing und künstliche Intelligenz das Wachstum von Microsoft weiterhin stützen, während die Spieleabteilung mit schwächeren Verkäufen und erheblichen internen Veränderungen zu kämpfen hat.
Umstrukturierung bei XBOX geht weiter
Microsoft hat mit einer umfassenden Umstrukturierung von XBOX begonnen, da die Besorgnis über die Leistung und die langfristige Ausrichtung des Spielegeschäfts zunimmt.
Der Neustart umfasst Berichten zufolge 3.200 Entlassungen, Studioveränderungen und eine Umstrukturierung der Führungsebene. Microsoft hat auch sein Studio-Portfolio verändert, um Kosten zu senken und den Spielebetrieb neu zu organisieren.
Double Fine hat Berichten zufolge 23 Mitarbeiter entlassen, nachdem sich das Studio von XBOX getrennt hat und wieder unabhängig geworden ist.
Microsoft meldete zudem niedrigere als erwartete Kosten im Zusammenhang mit seinem freiwilligen Vorruhestandsprogramm. Allerdings wurden diese Einsparungen teilweise durch Abfindungskosten und Wertminderungsaufwendungen im Zusammenhang mit XBOX wieder zunichte gemacht.
Die jüngsten Finanzergebnisse setzen Microsoft zusätzlich unter Druck, den XBOX-Umsatz zu stabilisieren und gleichzeitig Entlassungen, Führungswechsel und eine sich verändernde Studio-Strategie zu bewältigen.
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