NVIDIA-GeForce-NOW-Mod ermöglicht Benutzern den Zugriff auf einen vollständigen Windows-Desktop


Ein Modder hat eine Möglichkeit demonstriert, auf den Windows-Desktop zuzugreifen, der unter dem Cloud-Gaming-Dienst GeForce NOW von NVIDIA läuft.

GeForce NOW beschränkt Benutzer normalerweise auf unterstützte Spiele, während die Server von NVIDIA die Verarbeitung übernehmen und die Ergebnisse auf das Gerät des Benutzers streamen. Modder Zortos und sein Mitarbeiter dpadGuy haben es stattdessen geschafft, eine vollständige Windows-Desktop-Umgebung über eine GeForce NOW-Sitzung zugänglich zu machen.

Die Demonstration verwendete Trove als Einstiegspunkt, aber die Sitzung blieb nicht auf das Spiel beschränkt.

Modder führen Apps innerhalb von GeForce NOW aus

Zortos zeigte mehrere Anwendungen, die direkt auf der entfernten Hardware von NVIDIA ausgeführt wurden, darunter Wallpaper Engine, Entwicklungstools und LM Studio.

Die Demonstration umfasste auch ein KI-Modell, das innerhalb der Cloud-Umgebung und nicht auf dem lokalen PC des Benutzers ausgeführt wurde. Dadurch wurde die GeForce NOW-Sitzung praktisch zu einem temporären, entfernten Windows-Rechner, der Software außerhalb des von NVIDIA unterstützten Spielekatalogs ausführen kann.

Die Methode basiert auf SalsaNOW, einem von dpadGuy entwickelten Open-Source-Tool. SalsaNOW ermöglicht den Zugriff auf eine Desktop-Umgebung innerhalb einer GeForce NOW-Sitzung und erlaubt Benutzern, zusätzliche Anwendungen zu starten.

SalsaNOW unterliegt mehreren Einschränkungen

Die Technik funktioniert Berichten zufolge nur mit kostenpflichtigen GeForce NOW-Mitgliedschaften. Benutzer des kostenlosen Tarifs können sie nicht verwenden, und sie funktioniert auch nicht mit GeForce NOW-Diensten, die über Drittanbieter-Allianzpartner bereitgestellt werden.

Browser-Downloads bleiben eingeschränkt, während die üblichen Sitzungslimits von GeForce NOW weiterhin gelten. Das Schließen bestimmter Systemanwendungen kann die Sitzung ebenfalls sofort beenden. Der Datei-Explorer kann dieses Verhalten unter bestimmten Umständen auslösen.

Persistenter Speicher kann Berichten zufolge einige Daten zwischen Sitzungen bewahren, wenn Benutzer diese Option aktivieren.

NVIDIA hat die Methode nicht gepatcht

Benutzer konnten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Berichten zufolge weiterhin über GeForce NOW auf den Windows-Desktop zugreifen. NVIDIA hatte keinen Patch für die Methode veröffentlicht und auch keine offizielle Stellungnahme zu der Entdeckung abgegeben.

In weiteren Nachrichten: Die NVIDIA-App wurde kürzlich mit 240-FPS-Aufnahmeunterstützung für RTX-GPUs aktualisiert, während NVIDIA-Karten voraussichtlich um 20-30 % teurer werden.

Via Neowin

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