Microsoft droht CMA-Untersuchung wegen 365-Abo-Änderungen
Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (Competition and Markets Authority, CMA) hat eine formelle Untersuchung darüber eingeleitet, wie Microsoft die Abonnement-Änderungen für die Microsoft 365 Personal- und Family-Pläne vermarktet hat.
Die Aufsichtsbehörde wird prüfen, ob Microsoft den Kunden klare Informationen zu den bei der Verlängerung verfügbaren Plänen gab und ob die Darstellung dazu führte, dass einige Abonnenten mehr als nötig bezahlten.
Microsoft fügte Copilot hinzu und erhöhte die Abonnementpreise
Microsoft fügte Copilot und andere KI-Funktionen im Januar 2025 zu den Microsoft 365 Personal- und Family-Plänen hinzu.
Bestehende Abonnenten erhielten die neuen Funktionen ohne sofortige Kosten bis zum Ende ihrer aktuellen Abonnement-Laufzeit. Bei der Verlängerung stufte Microsoft sie automatisch auf teurere Pläne hoch, die KI-Funktionen enthielten.
Kunden, die Copilot nicht wollten, mussten zu einem günstigeren Plan wechseln oder ihr Abonnement kündigen. Microsoft stellte zudem den Verkauf der Copilot-freien Personal- und Family-Pläne an Neukunden ein.
Das Unternehmen führte vorübergehend Classic-Pläne für bestehende Abonnenten ein. Microsoft 365 Personal Classic kostet £59.99 pro Jahr, während der KI-aktivierte Plan £84.99 kostet. Microsoft 365 Family Classic kostet £79.99, verglichen mit £104.99 für die KI-Version.
CMA hinterfragt, wie Microsoft günstigere Pläne präsentierte
Die CMA wird untersuchen, ob Microsoft die günstigeren Classic-Pläne klar erklärte und den Abonnenten genügend Zeit gab, ihre Optionen vor der Verlängerung zu vergleichen.
Die Aufsichtsbehörde erklärte, dass Kunden selbst entscheiden können sollten, ob sie für KI-Funktionen wie Copilot bezahlen möchten. Unternehmen müssen zudem Abonnement-Änderungen durch faire und transparente Praktiken einführen, ohne Verbraucher in die Irre zu führen.
Die CMA kann Geldbußen verhängen, ohne ein Unternehmen vorher vor Gericht zu bringen. Microsoft könnte mit einer Strafe von bis zu 10 % seines weltweiten Jahresumsatzes rechnen, falls die Aufsichtsbehörde zu dem Schluss kommt, dass das Unternehmen gegen das britische Verbraucherschutzgesetz verstoßen hat.
Die Untersuchung dauert an, und die CMA hat noch kein abschließendes Ergebnis erzielt.
Dies ist nicht die erste CMA-Untersuchung in jüngster Zeit, die Microsoft betrifft. Im Mai leitete die Behörde eine Untersuchung des Geschäftssoftware-Ökosystems von Microsoft ein.
Die Untersuchung erfolgt zudem zu einem Zeitpunkt, an dem Microsofts Umsatz im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 (FY26 Q4) 90 Milliarden US-Dollar erreichte, da das KI-Wachstum anzog.
Via Neowin
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