Microsoft Edge stellt die standardmäßige Unterstützung für das Unload-Ereignis offiziell ein


Microsoft Edge führt unload-Ereignishandler ab diesem Monat standardmäßig nicht mehr aus. Künftig benötigen Websites eine explizite Berechtigung, um sie weiterhin zu verwenden.

Die Unterstützung für das unload-Ereignis in Microsoft Edge ist offiziell eingestellt

Die Einstellung der Unterstützung beginnt Anfang September 2026. Microsoft rechnet damit, dass sie bis Oktober 2026 weltweite, GCC-, GCC High- und DoD-Umgebungen erreicht. Die Änderung betrifft vor allem Websites und Apps, die für kritische Aufgaben weiterhin auf unload angewiesen sind. WebView2-Anwendungen und verwaltete Edge-Umgebungen können ebenfalls betroffen sein, wie Microsoft im Admin Center unter Nachrichten-ID MC1449170 mitteilte.

Microsoft erklärt, dass unload nie eine zuverlässige Möglichkeit war, Daten zu speichern oder das Ende einer Sitzung zu bestätigen. Seiten können angehalten oder beendet werden, ohne dass das Ereignis ausgelöst wird. Es gibt noch einen weiteren Haken: Unload-Listener können außerdem verhindern, dass Seiten den Vor-/Zurück-Cache des Browsers nutzen. Das kann die Navigationsleistung beeinträchtigen.

So können sich Entwickler jetzt vorbereiten

Microsoft empfiehlt, die Logik zum Speichern von Daten auf visibilitychange zu verlagern. Der Übergang in einen verborgenen Zustand kann eine zuverlässigere letzte Gelegenheit bieten, Anwendungsdaten zu erhalten. Für navigationsbezogene Szenarien empfiehlt Microsoft pagehide. Dieses Ereignis kann reagieren, wenn Benutzer eine Seite verlassen, und bleibt dabei mit dem Vor-/Zurück-Cache kompatibel.

Organisationen sollten Anwendungen identifizieren, die unload verwenden, einschließlich Bibliotheken von Drittanbietern. Microsoft empfiehlt außerdem, kritische Workflows vor Abschluss des Rollouts ohne das Ereignis zu testen. Für Teams, die mehr Zeit benötigen, stellt Microsoft die Edge-Richtlinie ForcePermissionPolicyUnloadDefaultEnabled bereit. Websites können unload außerdem über die Permissions Policy ausdrücklich erlauben.

Diese Optionen sind vorübergehende Migrationsmaßnahmen und keine dauerhaften Korrekturen. Microsoft empfiehlt, betroffene Anwendungen zu aktualisieren, anstatt sich dauerhaft auf diese Optionen zu verlassen.

via: Neowin

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